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Bewahren durch Mut zum Wandel – ein Kommentar

„Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.”
Gustav Heinemann, SPD 1969

Heinemanns Satz passt auch heute noch:
Bewahren gelingt nicht durch Festhalten am Gewohnten, sondern durch die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln.

Oft wird in der Kommunalpolitik „Kontinuität“ als Wert an sich verkauft. Doch allzu häufig meint diese Kontinuität in Wahrheit Stillstand – und Stillstand gefährdet genau das, was erhalten bleiben soll.
Eine Kommune bleibt nicht stabil, indem sie Veränderungen blockiert, sondern indem sie sie klug gestaltet. Wer echte Lebensqualität, starke Infrastruktur und verlässliche Strukturen will, darf den Wandel nicht als Störung verstehen. Fortschritt und Ordnung sind kein Gegensatz: Sie bedingen einander!
Demokratische Institutionen und lokale Prozesse funktionieren, weil sie Neues aufnehmen können – nicht, weil sie sich einigeln. Nur so bleibt unsere Stadt handlungsfähig.

Heinemanns Gedanke zeigt: Wer unsere Stadt wirklich bewahren will, braucht Mut zur Veränderung. Kontinuität entsteht durch Entwicklung – nicht durch das Verharren im Alten. Nur Bewegung sichert Bestand!

Birgit Schlautmann
(Fraktionsvorsitzende und stellv. Ortsvereinsvorsitzende der SPD Velen-Ramsdorf)