
Als politische Vertreterin der SPD Velen-Ramsdorf folgte unsere Fraktionsvorsitzende Birgit Schlautmann gerne der Einladung zur Mitgliederversammlung des Jugendwerkes Velen-Ramsdorf.
Nach dem Bericht des Vorsitzenden Vlado Rotthues, der insbesondere die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gremium hervorhob, gaben die hauptamtlichen Pädagoginnen Sandra Kühn und Aga Cieciera-Kramer (Castle Velen) sowie Verena Lechtenberg (HUB Ramsdorf) einen umfassenden und anschaulichen Einblick in ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Dabei wurde deutlich, mit wie viel Herzblut, Ideenreichtum und Einsatz Sie berichteten von zahlreichen Projekten und Aktivitäten, die auf große Resonanz stoßen und von den jungen Menschen sehr gut angenommen werden.
Um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, sind die offenen Treffs altersgerecht in Kinder- und Jugendbereiche unterteilt. Besonders hervorzuheben ist dabei die aktive Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Gestaltung der Angebote. Die vielfältigen Aktivitäten in beiden Jugendhäusern verdienen große Anerkennung: Mit viel Engagement wird hier auf freiwilliger Basis ein geschützter Raum geschaffen, in dem sich junge Menschen entfalten können.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich die Anforderungen an die Jugendarbeit in den vergangenen Jahren erheblich verändert haben. Die pädagogische Arbeit ist in hohem Maße Beziehungsarbeit, bei der grundlegende Werte wie gegenseitiger Respekt, gewaltfreier Umgang und die Entwicklung eigener Perspektiven vermittelt werden. Zugleich ist der Bedarf an Beratung, Unterstützung sowie an Schutz und Sicherheit deutlich gestiegen.
Themen wie Krieg und die damit verbundenen Unsicherheiten sowie Ausgrenzung und Mobbing, der Einfluss sozialer Medien, Armut und Chancengleichheit, schulischer Druck und familiäre Probleme rücken immer stärker in den Fokus. Auch die Frage „Wie kann ich für mich sorgen?“ beschäftigt viele Kinder und Jugendliche zunehmend.
Unser großer Respekt gilt den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die diese anspruchsvolle Aufgabe mit großem Engagement und hoher Professionalität bewältigen. Ihre Arbeit ist gerade in der heutigen Zeit von unschätzbarem Wert.
Der Kassenbericht machte zudem deutlich, dass auch im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit die Kosten – insbesondere für Personal, Betriebs- und Sachmittel – deutlich gestiegen sind. Aus unserer Sicht darf hier jedoch keinesfalls gespart werden. Die Kinder- und Jugendarbeit muss weiterhin umfassend unterstützt werden und braucht eine verlässliche Förderung durch Politik und Verwaltung!
Deshalb ist es dringend erforderlich, den Betriebskostenzuschuss durch die Stadt Velen zeitnah anzupassen, um die Qualität der pädagogischen Arbeit langfristig zu sichern und zukunftsfähig weiterzuentwickeln!
